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Baum-Buch Waldenwerkstatt


Bäume sind uns sehr wichtig, am liebsten mögen wir die alten knorrigen im Wintergewand. Warum Bäume? Bäume bestehen aus Wurzel, Stamm und Krone. In unserem Idealfall ist die Größe der Wurzel proportional zur Größe der Krone mit einem dicken Stamm dazwischen. Das ist in Analogie zum Menschen gebracht die stabilste ausgeglichendste Lebensform auf allen Ebenen. Unser Ziel für jeden Kunden.

Unsere Kunden "erhalten" einen Baum, der in seiner Form am besten die jeweilige Situation erfaßt, malt oder fotographiert diesen und mit seinem Erzählten über seinen Weg mit der Waldenwerkstatt veröffentlichen wir in ein, zwei Jahren das Baum-Buch Waldenwerkstatt als CD-Rom.


Eine Baumbetrachtung:

Stamm und Wurzelansätze
Ohne Wurzel kein Leben!
Unten - im Boden, in der Erde,
ganz im "Irdischen" hast Du die Wurzeln.
Das Erste, was der Lebenskeim hervortreibt,
ist die Wurzel, die Erdung.
Wenn ich entwurzelt bin oder keine Wurzeln schlage,
fehlt die Verbindung, die mich trägt,
hält und nährt.
Mein Boden ist das Vorgegebene:
Kultur und Tradition, das "Haus", aus dem ich "stamme".
Dort sind Wurzeln schon gewachsen,
bevor ich selbst zur Welt gekommen bin.
Und wenn ich da bin, brauche ich das Irdische,
in das ich ständig meine Wurzeln schlagen muß, damit ich lebe.
Wer leben will, muß Wurzeln schlagen.


Kleine Wurzeln  
Jede Wurzel hat ihre kleine Wurzeln.
Ihre Wurzelspitzen dringen ständig weiter in neues Erdreich.
Alles Große wächst aus kleinsten Wurzeln,
die aus unscheinbaren Kleinigkeiten Kraft gewinnen.
Den Anschluß an das große Leben gewinne ich auch
durch das Alltägliche, das mich umgibt,-
durch das Alltägliche, in das ich jederzeit
neue "Wurzelspitzen" treiben kann.

Stamm
Der Stamm. Er steht im Spannungsfeld von Oben und Unten,
von Krone und Wurzel,
von Himmel und Erde. Er trägt, stützt und verbindet.
Die Kraft der Erde leitet er noch oben.
Wenn ich im Leben bin, dann ist das Leben auch in mir.
Ich werde tragfähig, belastbar und verbindend stark.
Belastbar, stehend und widerstehend ist der Stamm.
Ihn wirft nichts um.
Die unzähligen kleinen Vorgänge des Lebens
machen ihn stark und ständig stärker. -

Stamm verzweigt sich
 Der Stamm teilt sich in Stämme; aus vielen Wurzeln
Eins geworden, teilt er sich jetzt, wird mehr, wird viel. -
Auch ich muß mich entfalten, um mehr zu werden, als ich bin.
Ich muß riskieren aus mir heraus zu gehen,
mich zu teilen, zu verteilen ? mich zu verschenken.
Sonst bleib ich einsam, eng und arm.

Baumkrone
Ganz oben in der Krone wächst das Leben ständig
über sich hinaus. Dort ist das Leben reich und nah.
Dort wird der Baum zur Heimat für viele Lebewesen.
Mein Leben wird gekrönt durch Offenheit. - Licht und Weite,
die Kraft von oben machen mich reif und reich für andere.
In Empfangen und im Schenken wachse ich über mich selbst hinaus.
Verfasser unbekannt.

Dieses Gedicht spannt einen wunderschönen Bogen von den verschiedenen Entwicklungsstufen, analog betrachtet Mensch - Baum und verweist auf die kulturelle Historie, die unverzichtbar ist! Ohne unsere kulturelle historische Verwurzelung schweben wir im Raum und haben keine Bodenhaftung. Genauso wenig wie bei allen Abkoppelungen aus der Gesamtheit heraus!