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Langzeitprojekte der Waldenwerkstatt

Eine Technik der Waldenwerkstatt besteht aus der Anwendung von Analogien. Wir nutzen klassische Anwendungen, erweitern diese und binden sie in einen völlig neuen Rahmen ein, in den Rahmen der jahreszeitlichen Naturabläufe mit dem Ziel, dem Klienten ein anwendbares Handwerkszeug mitzugeben und Abläufe bei sich selbst unter anderen Gesichtspunkten zu verstehen und akzeptieren zu lernen. 

Es geht uns um Grundsätzlichkeit bei den Klienten, Klienten die oft unterschiedlicher gar nicht sein können: Unternehmer, Lehrer, Ärzte, schwierigere Kinder jeglichen Alters, Rentner, Pensionäre, Alleinerziehende, Familien, Singles usw. Dennoch sind unsere Langzeitprojekte (mehrere Jahre andauernd) einladend für alle Klienten dauerhaft oder auch nur Monate oder Wochen besuchbar. Vor allen Dingen ist es möglich, aktiv an ihnen teilzunehmen.

Bild links: Wohin die Reise zu sich wohl geht? So unterschiedliche Untergründe ...
Bild rechts: Klosterstein, Teil eines Projekts.

 

 

 

Inhalte und Ziele der Langzeitprojekte

Die gelernten Anwendungen und Übungen werden durch diese Langzeitprojekte zusätzlich gefestigt. Es geht um Entschleunigung, um Ruhe in der Natur, um Verantwortungsübernahme, um Aufgaben, um zu Erfahren, dass bei manchen Projekten die beste Planung letztendlich doch ein anderes Ziel ergibt, als gewollt und trotzdem sinnvoll ist. Es geht um das Loslassen-Können, um die Wiedererlernung der Flexibilität, um die Ausgeglichenheit, um die Schärfung der visuellen und auditiven Sinne, um Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn, um die Herstellung von Aufmerksamkeit und Balance in der Körperhaltung, um nur einiges aufzuzählen.

Es geht auch darum zu zeigen, warum niedergedrückte Phasen ganz normal, und sogar wichtig sein können. Es geht um den Mut, den Stressmomenten eigenes Zeitempfinden entgegensetzen zu können. Teamfähigkeit und planerische Nachhaltigkeit stehen ebenfalls im Vordergrund.

Vielen Klienten fehlt in der heutigen Zeit auch die Möglichkeit, aktiv mit der Natur zu arbeiten. Viele Kinder und Jugendliche haben keinen oder nur wenigen Bezug zur Natur, wissen oft keinerlei Zusammenhänge mehr, können weder Tier noch Pflanze korrekt deklarieren. Wir verstehen unsere klassische Arbeit ganzheitlich, und hier gehören unserer Meinung nach auch soziologische Strukturen und Entwicklungen dazu, um vielen psychischen Störungen entgegenwirken zu können. Wir sehen durch die Arbeit am PC oft nicht, was wir geschaffen haben. Alles läuft nur noch virtuell ab.